Exkursion nach Berlin

 

Wer erlässt in Deutschland eigentlich die Gesetze? Wer sitzt im Bundesrat? Womit beschäftigt sich die Thüringer Landesvertretung? Was gibt es so Besonderes in Hohenschönhausen? Mit diesen Fragen beschäftigten wir, die Schüler der Klassenstufe 9, uns im Vorfeld der Exkursion nach Berlin.

Am Donnerstag, dem 14.01.2016 war es dann soweit. Sehr zeitig, nämlich gegen 4.00 Uhr, traten wir noch ein wenig müde die Fahrt in unsere Hauptstadt an.

Dort angekommen, war unsere erste Station der Bundesrat. Frau Höltkemeier empfing uns freundlich und erklärte uns auf der Besuchertribüne des Plenarsaales, wie eine Bundesratssitzung abläuft. Gleich im Anschluss durften wir selber in einem Rollenspiel erfahren, was  es heißt, Gesetze zu erlassen. Unser Thema lautete: „Führerschein ab 16- ohne Begleitung ab 17?“ Die Regierung- Benjamin, Isabell, Thomas- erhielten vom Vorsitzenden des Präsidiums- Simon- das Wort und stellten den Gesetzentwurf zur Beratung vor. Nach einer Diskussionsrunde, in der die Vertreter der einzelnen Bundesländer- Schüler unserer Klassen- das Für und Wider gegeneinander abwägten, kam es zur Abstimmung. Der Führerschein ab 16 sollte unserer Meinung nach erlaubt sein, jedoch sollten keine Nachfahrten durchgeführt werden. Was bei uns in einer Stunde gelang, dauert oft vier bis fünf Monate.

Nach diesem kurzweiligen und interessanten Besuch im Bundesrat ging es weiter zur Thüringer Landesvertretung. In  diesem Haus, so wurde uns von Herrn Dr. Gerd Frenzel erklärt, arbeiten 26 Personen. Das Haus wurde von einem Erfurter Architekten erbaut und 1999 eingeweiht. Mit Hilfe der Landesvertretungen ist eine Mitwirkung der einzelnen Bundesländer innerhalb der Regierung gewährleistet.

Die nächsten zwei Stunden verbrachten wir in den Straßen und Kaufhäusern der Hauptstadt. Einige besuchten die Straße Unter den Linden mit dem Brandenburger Tor, andere machten sich auf den Weg zum Alexanderplatz, um dort das große Billigkaufhaus Primark zu erkunden. Hier füllte sich so mancher Einkaufsbeutel.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages bestand im Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Wir schauten uns den Gebäudekomplex an und waren erschüttert darüber, wie Menschen behandelt wurden.
Zunächst erfuhren wir durch einen kleinen Film etwas über die Geschichte des Gefängnisses vom Jahr 1945 bis in die 90er Jahre. Eine junge Frau und ein junger Mann, die uns über die Methoden der Staatssicherheit in der DDR aufklärten, führten uns anschließend durch die Stätte. Wir sahen, wie Menschen auf kleinstem Raum in einer Zelle ohne Fenster leben mussten. Allein, ohne Abwechslung, etwas, was für uns nur schwer vorstellbar ist. Nicht körperliche, sondern physische Gewalt stand auf der Tagesordnung. Viele Menschen waren unschuldig und saßen nur auf Grund eines Verdachts in Haft.

Nach dieser lehrreichen und anschaulichen Führung hielten wir uns noch einmal in der Stadt auf. In dieser Zeit hatten wir die Möglichkeit, durch Geschäfte zu bummeln oder uns zu stärken.

Gegen 21.00Uhr ging es dann zurück nach Dingelstädt. Völlig erledigt, aber mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen, kamen wir schließlich gegen 1.00 Uhr an und wurden von unseren Eltern in Empfang genommen.
Wir bedanken uns bei den beiden Fahrern der Firma Thon- Reisen für die sichere Beförderung.

Die Klassen 9a und 9b

im Bundesrat
im bundesrat 2
in der thüringer Landesvertretung
rollenspiel 1
rollenspiel 2
rollenspiel 3
thüringer Landesvertretung
vor dem Bundesrat
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gedenkstätte 3
gedenkstätte 4
gedenkstätte 5
gedenkstätte hohenschönhausen

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